MENU VOLUNTARI

Super Speed Week

Eine vom Wetter durchwirbelte Woche prüft die Nerven von Athleten, Veranstaltern und Fans. Aber Durchhaltevermögen wird immer belohnt: Das WM-Publikum sah spannende Rennen und wahre Champions, die man oben auf dem Treppchen erwartet hatte – oder auch nicht.

Ski WM 2017
01.03.2017

Überraschungssieger im Super-G
Die Speed-Disziplinen an der Ski-WM wurden am 7. Februar 2017 mit dem Super G der Damen gestartet und brachten vorerst eine kleine Enttäuschung für die Schweiz. Nicht die favorisierte Lara Gut, die auf den dritten Platz fuhr, sondern die Österreicherin Nicole Schmidhofer und Tina Weirather aus Liechtenstein belegten die ersten Plätze. Am Ende des Tages freuten sich aber Lara Gut und die ganze Schweiz über Bronze.

Auch bei den Herren gab es einen Überraschungssieger. Zuoberst auf dem Podest stand der Kanadier Erik Guay, mit 35 Jahren der älteste Weltmeister der Skigeschichte. Vor sieben Jahren wurde er Weltcupsieger im Super-G, ein Jahr später Weltmeister in der Abfahrt (vor Didier Cuche). Hinter Kjetil Jansrud schaffte es ein zweiter Kanadier aufs Treppchen: Manuel Osborne-Paradis - auch ein Grosserfolg für den heutigen Alpinchef der Kanadier und ehemaligen Cheftrainer der Schweizer, Martin Rufener.

Herrlicher Sonnenschein am Start und im Zielgelände, aber die Maloja-Schlange hielt sich hartnäckig im Mittelbereich. Die Herrenabfahrt vom Samstag musste abgesagt werden – so kam es zum „Super Speed Sunday“.

Super Speed Sunday
Ilka Stuhec hielt dem Druck stand, flog die Piste hinunter und gewann nach Tina Maze vor  zwei Jahren erneut Gold für Slowenien. Sofia Goggia aus Italien verursachte die  Schrecksekunde der WM – sie war auf Bestzeitkurs, verlor aber die Kontrolle und kreuzte die Ski bei der Anfahrt zum Lärchenweg. Erstaunlicherweise blieb sie auf ihren Ski und beendete den Lauf, wurde aber danach von Lindsey Vonn vom Podium geschubst.  Mit 32 Jahren und 117 Tagen ist Lindsey Vonn die älteste Medaillengewinnerin aller Damenrennen an Weltmeisterschaften und mit sieben Weltmeisterschaftsmedaillen auch US-Rekordhalterin. Weltklasse!

Die grösste Überraschung lieferte Stephanie Venier, die das Rennen nur fahren konnte, weil ihre Teamkollegin Anna Veith nach langer Verletzungspause beschloss, nicht zu starten. Venier gewann vor vier Jahren den Junioren-Weltmeistertitel und bestätigte diese Leistung mit dem Gewinn der Silbermedaille bei der WM der “Grossen”. (Lara Gut, die ebenfalls zum Favoritenkreis gehörte, konnte leider nicht starten. Sie hatte sich beim Aufwärmtraining für den Slalom bei der alpinen Kombination mit einem Kreuzbandriss und Meniskusschaden schwer verletzt.)

Kein Free Fall, dafür aber Fantastic Feuz
Ein mega-spannender Nachmittag machte die Verschiebung fast schon wieder vergessen, auch wenn der freie Fall wegen schlechter Sicht nicht zum Einsatz kam und der Start etwas nach unten verlegt wurde. Titelverteidiger Patrick Küng zeigte eine starke Abfahrt und führte ein paar Momente lang zusammen mit Kjetil Jansrud aus Norwegen die Rangliste an. 2015 hatte Patrick Küng Gold gewonnen, Feuz wurde Dritter. Fast hätte dies in geänderter Form 2017 wiederholt werden können, allerdings wurde Patrick Küng gemeinsam mit Kjetil Jansrud noch auf den undankbaren vierten Platz verweisen. Die beiden wurden von Erik Guay (Silber) - der erste Doppel-Medaillengewinner dieser Weltmeisterschaften - und dem Österreicher Max Franz (Bronze) vom Podest gestossen.

Allerdings verteidigte dann Beat Feuz mit einem Wahnsinns-Lauf das Abfahrts-Gold für die Schweiz. Das Publikum reagierte mit mitreissender Begeisterung auf den Krimi, der sich vor seinen Augen abspielte: Feuz gewann an jeder Kurve an Zeit, bevor er sich über die Ziellinie warf. Sichtbar glücklich schleuderte er seine Ski als Hommage an Didier Cuche in die Luft. Vor einem Meer aus wehenden Schweizerfahnen. Der krönende Abschluss für die Speed-Woche!

Diese Seite empfehlen
Get your ticket!
International skiing association
National skiing association
Sponsors