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Französischer Siegeszug bei den Männern

Das Haus war voll; zwei weitere kleine Kugeln wurden vergeben; „Les Bleus“ trumpften gross auf und das PC-7 TEAM verblüffte Zuschauer wie auch die Oberengadiner. Was war das für ein grossartiger vierter Renntag heute beim Weltcup Finale in St. Moritz!

Ski World Cup
19.03.2016

Früh ging es los heute, standen doch nicht weniger als vier Rennläufe auf dem Programm. Die Frauen starteten um 8.30 Uhr zu ihrem ersten Slalomlauf. Morgenstunden haben ja bekanntlich Gold im Mund, und den Zuschauern schien es nichts auszumachen, früh aufzustehen - hatten doch rund 7400 Skifans den Weg ins Zielgelände auf Salastrains gefunden. Die Tribüne war mit diesem Zuschaueraufmarsch ausverkauft und die Stimmung top!

Auf der Piste boten die Athleten wieder einiges an Spektakel, allen voran die Amerikanerin Mikaela Shiffrin. Zwei Monate lang war die beste Slalom-Fahrerin der Gegenwart verletzt, heute dementierte sie ihre Konkurrenz wörtlich und gewann mit über zwei Sekunden Vorsprung den letzten Slalom der Saison. Es war der fünfte (!) Slalomsieg in ihrer sehr kurzen Saison und der 20. ihrer Karriere. „Ich war sehr nervös zwischen den beiden Läufen. Ich fragte mich immer: was, wenn du es nicht schaffst? Aber sobald ich auf der Piste war, ging zum Glück alles gut.“
Den zweiten Platz sicherte sich die Slovakin Veronika Velez Zuzulova, Dritte wurde die Schwedin Frida Hansdotter, die sich auch gleich den Sieg in der Disziplinenwertung sicherte. Für sie ging damit ein Traum in Erfüllung. „Schon als kleines Mädchen träumte ich davon, diese Kugel zu gewinnen. Dass dieser Traum hier in St. Moritz in Erfüllung geht, ist unbeschreiblich.“ Sie möge diesen Hang und die Atmosphäre und freue mich sehr auf die WM im nächsten Jahr, erzählte Hansdotter weiter.
Die Schweizer Technikleaderin Wendy Holdener verpasste ihr sechster Podestplatz dieser Saison nur knapp und wurde Vierte – darf aber mit ihrer Saison mehr als zufrieden sein. „Ich weiss, dass ich fahren kann, schaff es jedoch nicht, alles abzurufen, was in mir steckt. Trotzdem bin ich sehr zufrieden, in der Slalomwertung noch auf den dritten Rang gefahren zu sein“, so die erst 22-jährige Schwyzerin. Nicht so gut erging es Michelle Gisin, die bereits im ersten Lauf wegen eines Fahrfehlers ausschied.

Die Männer fuhren heute ihren letzten Riesenslalom - und auch da gingen die Schweizer ohne Podestplätze nach Hause. Justin Murisier schaffte es als Neunter immerhin noch in die Top 10. Gino Caviezel fuhr auf Platz 12., Carlo Janka auf 19. und Marco Odermatt – der heute in St. Moritz seine Weltcup-Premiere feierte - auf den 22. Rang.
Dafür trumpfte eine andere Nation gross auf: les Bleus. Die Franzosen sorgten für einen Dreifachsieg. Dabei gewann Thomas Fanara mit 34 Jahren sein erstes Weltcup-Rennen! Umso schöner, dass er auf dem Podest zusammen mit zwei Landsmännern feiern konnte: Alexis Pinturault (2. Rang) und Mathieu Faivre (3.).

Der Gewinner der Kristallkugel im Riesenslalom ging an Marcel Hirscher, der beim heutigen „Riesen“ Fünfter wurde. Das dürfte den Österreicher aber nicht sehr enttäuscht haben – sicherte er sich doch bereits vor dem Weltcup Finale den Sieg in dieser Disziplin – wie auch den Gesamtweltcup!

Als wären vier Läufe nicht genug Spektakel für einen Tag, kam auch noch die Luftwaffe zum Einsatz. Das PC-7 TEAM der Schweizer Armee zeigte nach den ersten beiden Läufen eine spektakuläre Flugshow und sorgte für grosses Staunen und Begeisterung im Zielraum. Wie das aus Sicht des Piloten aussah, seht ihr im Video

Auch für die Doppelolympiasiegerin Rosi Mittermaier war der Tag ein besonderer, wie sie in ihrem Tagesfazit festhält.

Die besten Bilder des Tages findet ihr auf unserem Flickr-Account.

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